Er begegnet Karla im Zeltlager an der Ostsee: Sie ist klug, unberechenbar, ihm immer einen Schritt voraus – und schwanger. Was zwischen ihnen beginnt, ist Liebe und Überforderung zugleich. Mit fünfzehn gerät Ivo in ein Leben, für das er auf einmal erwachsen sein soll. Während die Zeit auf die Jahrtausendwende zutreibt, versucht er, allen gerecht zu werden – und droht daran zu zerbrechen.
Christian Dittloff erzählt von erster Liebe, früher Elternverantwortung, von Freundschaft, Klasse und Scham, Empathie und Fürsorge. Und davon, den eigenen Weg zu finden.
Was macht uns zu den Menschen, die wir sind? Und wie können wir uns verändern? Christian Dittloff verbindet eigene Erfahrungen, Reflexionen über persönliche Vorbilder und Popkultur zu einem literarischen Spiel der Selbsterkundung. In einer inneren Archäologie untersucht er seine Kindheit und Jugend auf patriarchale Bruchstücke und versucht, diese aufzulösen. Der Text ist ein innerer Denkmalsturz gewaltvoller Vorbilder – vom Klassenbully über den Rockstar bis zum genialen Künstler – und zugleich ein kraftvolles Manifest, sich ein Leben lang verändern zu wollen.
Die Eltern sterben binnen weniger Monate. Leben und Selbstbild des 35-jährigen Erzählers wirbeln durcheinander. Wie alles unter einen Hut bringen: Abschied, Arbeit, Liebe, Freundschaft und das Schreiben? Doch trotz der Überforderung sprudeln Rührung, Traurigkeit, Witz und großes Glück in ungeahnter Intensität. Der autobiographische Roman »Niemehrzeit« handelt von einer der prägendsten Beziehungen des Lebens, vom Erwachsenwerden und nicht zuletzt vom Trost des Lesens.
Ada und Yves haben sich für ein Kind entschieden, doch fürchten sie die Unvereinbarkeit von Liebe, Karriere und Erziehung. Deshalb nehmen sie am Prestigeprojekt des Weißen Schlosses teil, wo Leihmütter Kinder fremder Eltern austragen und aufziehen, alles sozusagen Bio und Fair Trade. Elternschaft ist hier Beruf, überwacht und gelenkt von einem alles kontrollierenden Apparat.